Mensch, Roboter ... kriegst du das wirklich auf die Kette?! Das ist die Frage, die wir uns immer wieder stellen. Denn nicht alles, was metallisch glänzt, macht am Ende auch wirklich Sinn. Bei der fortschreitenden Automatisierung unserer Schaltschrankmontage ist deshalb vor allem eines gefragt: gesunder Menschenverstand.
Mensch und Maschine – Hand in Hand
In Vorbereitung auf die Einführung eines vollautomatisierten Montageportals für die Konfiguration und den Zusammenbau individueller Schaltschrank-Trägerrahmengestelle digitalisiert Mangelberger zunächst den Workflow. Wo früher noch Schaltpläne befolgt wurden, orientieren sich unsere Mitarbeiter zukünftig an digitalen Arbeitsvorgaben mittels visuellen Step-to-Step Arbeitsanweisungen.
Auf riesigen 80-Zoll-Monitorwänden gibt die Digitalisierung den Mitarbeitern schrittweise vor, welche mechanischen Rahmenteile in welcher Reihenfolge wo zu montieren sind. Schon bald sollen diese Anweisungen direkt an Fritz und Elisabeth – unsere beiden neuen Portalroboter - gehen. Noch spielen allerdings unsere Mitarbeiter Roboter. Sie prüfen, was machbar ist. Was funktioniert. Was Sinn macht. Was gefügt werden kann und was gefügt werden muss. Und was uns in Zukunft wirklich entlasten wird.
Fragen über Fragen
Digitalisierung soll vereinfachen. Das wird aber nur funktionieren, wenn wir die passenden Antworten auf die richtigen Fragen finden. Und davon gibt es mehr als genug. Hier ein paar Beispiele für das, was uns als zukunftsorientiertes Unternehmen so umtreibt.
- Wie schnell werden die bereits mit Bauteilen bestückten und beschrifteten Hutschienen von der bisherigen Automatisierung beigestellt?
- Welche Metall-, Rahmen- und Sonderbauteile müssen am neuen Portalarbeitsplatz beigelegt werden?
- Stimmt die Reihenfolge der jetzt noch visuellen aber zukünftig automatisierten Montagesequenzen?
- Welche Fehler können passieren und wie sollten wir diesen begegnen?
- Wie müssen Metallteile umkonstruiert werden, um beispielsweise auf diese verflixten Abstandsbolzen verzichten zu können?
- Wie schnell ist der Mensch bei der Montage und um wieviel schneller ist der Roboter ?
- In welcher Geschwindigkeit muss die restliche Automatisierung mit Einführung des Portals für Nachschub sorgen?
- Wenn ja, in welcher Geschwindigkeit muss die restliche Automatisierung für Nachschub sorgen?
- Wie viele Rahmenkonstruktionen können von 16.00 Uhr bis 7.00 Uhr montiert und bestückt werden?
- Wohin mit diesen bestückten Rahmengestellen während der Nacht?
- Was bedeutet eigentlich automatisierte, radialsymmetrische Bestückung für den Menschen, wenn die Maschine mal keinen Bock oder kein Öl hat?
- Wie viele Schrauben müssen wir noch vereinheitlichen, um aus Schraubenzieher, Kreuz und Torx nur ein Bit für die Weber-Schraubautomaten zu machen?
Es bleibt spannend
Wir nennen diesen Bereich „still in progress“. Ist noch lange nicht fertig. Wird aber fertig. Darauf könnt ihr euch verlassen.
Ob wir uns fragen, was mit unseren Mitarbeitern geschieht, wenn Fritz und Lisa die Arbeit übernehmen? Ja, das tun wir! Wir machen uns deshalb aber keine Sorgen. Denn seit Beginn der Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategie hat Mangelberger noch keinen Mitarbeiter entlassen.
Auf jeden Fall können wir heute schon ruhiger schlafen. Weil uns dank Fritz und Lisa der demographische Wandel mal gepflegt auf die Hutschiene steigen kann.
We will keep you in the loop!