Wir bei Mangelberger haben langfristige Ziele. Eben deshalb beschäftigen wir uns kontinuierlich mit den Herausforderungen der Zukunft. Nun haben wir mit der Neuentwicklung eines „Smart-Wire-Hub“ einen wichtigen Schritt hin zur automatisierten Verdrahtung von Schaltanlagen getan. Und das natürlich – wie immer – genau so wie’s uns passt.
Bereits von Kindheit an hat man uns gelehrt, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. So kommt man nicht ins Stolpern. Und genau das haben wir auch bei unserem Projekt „Robot to Wire“ getan. Dabei handelt es sich um Unterstützung bei der Verdrahtung von Schaltanlagen durch kollaborierende Roboter. Basis hierfür: die intelligente Bereitstellung von Verdrahtungsleitungen.
Zu diesem Zweck hat Mangelberger bereits im Jahr 2016 einen überaus platzsparenden und wirtschaftlichen „Smart-Wire-Hub“ entwickelt. Diese modular erweiterbare Komponente stellt auf einer Grundfläche von nur 2,2 qm Einzeladern bereit – in 16 Fässern mit einer Höhe von bis zu 800 mm und 16 Großkartons mit einer Höhe von 500 mm.
Kompakt und clever noch dazu
Ein einfaches, raffiniert ausgeklügeltes Schlauchsystem führt die jeweiligen Einzeladern an eine zentrale Stelle zur Übergabe an den nachgelagerten Wire-Changer der Konfektionier-Stecke. Das Zuführen neu eingesetzter Großverpackungen dauert somit nur noch wenige Minuten und ist ein echtes Kinderspiel. So weit, so einfach! Aber jetzt geht’s auch erst richtig los.
Der von uns entwickelte „Smart-Wire-Hub“ ist nämlich nicht nur kompakt, sondern noch dazu echt clever: Mittels integrierter Sensorik liest er automatisch die auf Fässern und Kartons aufgebrachten Fertigungsinformationen wie Hersteller, Art der Leitung, Farbe, EAN-Nummer, Chargennummer oder Menge. Diese, seit September 2019 verfügbaren Herstellerinformationen, kombiniert er mit aktuellen Daten zum Fertigungsbedarf.
So berechnet der Hub anhand der Liefermenge und der „in-time“ abgebuchten Einzeladern laufend die im Fass verbleibende Restmenge und ist somit in der Lage, rechtzeitig auf ein anderes Fass mit gleichem Inhalt zu wechseln – ohne dass die Verdrahtung unterbrochen werden muss. Realisiert wird dies über eine Ansteuerung des Wire-Changers. Die Laufzeit der automatisierten Verdrahtung (gerade nachts) kann somit erheblich gesteigert werden.
Smart und selbständig
Sind Fässer aufgebraucht? Dann kommuniziert der Smart-Wire-Hub den Bedarf automatisch am eingebauten Display. Oder bestellt über die ERP Anbindung gleich selbst nach. Weiterer angenehmer Nebeneffekt: Der neue Mangelberger-Hub liest die Chargennummer der gelieferten Verdrahtungsleitung und hinterlegt diese digital auf den einzeln damit gefertigten Teillängen. So etwas nennt man digitale Durchgängigkeit der Extraklasse.
Natürlich wollen wir nicht behaupten, dass wir gleich alles richtig gemacht haben. Wir haben auch hier einiges gelernt, mussten z. B. weg von einer Wire-ID und hin zur Wire-Transfer-ID. Schließlich können nur so gleiche Leitungen an mehreren Stellplätzen verwaltet werden, um sie in Abhängigkeit von der Restmenge je Leitung der Verdrahtung zuzuführen.
Der Clou daran: Unser Smart-Wire-Hub greift direkt auf unsere Robotik-Datenbank zu – und ist damit in der Lage, seinen gesamten Leitungsbedarf für alle aktuell bestellten Schaltanlagen zu ermitteln und abhängig von Verbrauch und Bereitstellungsvolumen koordiniert nachzubestellen.
Komplex? Keinesfalls. Aber schon ein bisschen smart. Und damit eine gute Grundlage für die nächsten Schritte, die nun folgen werden.
We will keep you in the loop!